Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier ist ein Schwerpunktversorger mit 16
Fachabteilungen und 684 Betten. Neun Abteilungen nutzen derzeit die Enterprise Imaging
Plattform Sectra VNA, die deutlich mehr als Archivierung und Bildverteilung beinhaltet.
Optimierte Abläufe in der Patientenversorgung mit dem Austausch von Bildern, Videos und
Dokumenten bis hin zur OP-Planung und Lehre verbessern die klinischen Workflows. Die
robuste, ausfallsichere Lösung steht für leichte Anwendbarkeit und interdisziplinäre Nutzung.
Das Krankenhaus in Trier zählt zu den fünf Notfallkliniken in Rheinland-Pfalz und ist als Teil des Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz ein zentraler Ausbildungsstandort für Medizinstudierende nach dem Physikum. Mit einer leistungsfähigen und zukunftsorientierten IT Infrastruktur schafft das Haus ideale Voraussetzungen für moderne Patientenversorgung und innovative Lehrkonzepte. Gleichzeitig prägt eine offene, wertschätzende Willkommenskultur das tägliche Miteinander – ein Aspekt, den Mitarbeitende besonders hervorheben und der die Attraktivität des Standorts zusätzlich unterstreicht.
Als langjähriger Partner im Bereich Enterprise Imaging setzt das Brüderkrankenhaus Trier auf Lösungen von Sectra. Das Unternehmen gehört weltweit zu den führenden Anbietern medizinischer IT-Systeme und entwickelt seit über 30 Jahren innovative Lösungen für das Management diagnostischer Bilddaten und klinischer Workflows.
Mit dem Sectra VNA steht dem Krankenhaus eine leistungsfähige, herstellerneutrale Plattform zur Verfügung, die sämtliche medizinischen Bilder und Multimedia-Inhalte zentral erfasst, sicher speichert und jederzeit zugänglich macht – unabhängig von Fachgebiet oder Systemumgebung.
Über 1.100 Mitarbeitende weltweit arbeiten bei Sectra daran, Bilddaten effizienter nutzbar zu machen und Gesundheitsorganisationen auf ihrem Weg zu einer modernen, vernetzten Diagnostik zu unterstützen. Die mehrfachen Best-in-KLAS-Auszeichnungen unterstreichen dabei die hohe Kundenzufriedenheit und die besondere Leistungsfähigkeit der Lösungen.
Seit dem Jahr 2014 nutzt das Krankenhaus das Enterprise Imaging System. Angeschafft vor 20 Jahren – damals noch als reines PACS-Lizenzmodell – war Diplom-Ingenieur Clemens Schilz von Anfang an der „fachliche Administrator und das Gesicht“ hinter der Anwendung. Wenn der Leiter der Zentrumsstabsstelle für EDV durchs Haus geht, wird er vom medizinischen Personal überall freundlich begrüßt und häufig kurz zu fachlichen Themen befragt. Er unterstützt, passt an, verbindet, schreibt kurze Programme und erfüllt zahlreiche Wünsche der Anwender. Heute sind die Abteilungen Radiologie, Kardiologie, Sonographie, Nuklearmedizin, Urologie, Endoskopie, Augenheilkunde, integrierter OP und diabetische Fußambulanz an das Sectra VNA angebunden. Daneben werden zahlreiche teleradiologische Importe von Fremduntersuchungen aus umliegenden Praxen oder anderen Häusern durchgeführt, damit möglichst viele Daten des Patienten für eine bestmögliche Behandlung zur Verfügung stehen.
Nutzung im OP
Unterstützt wird Clemens Schilz von Diplom-Ingenieur Christian Höfner, Technik und computergestützte Chirurgie. Er entwickelt u.a. für die Neurochirurgie umfangreiche OP-Pläne und sorgt für bestmögliche Abläufe im OP mittels intraoperativer Dokumentation. Zum einen werden alle vorhandenen Dokumente und Planungsdaten vor einer Operation zusammengeführt und ins PACS importiert. Zum anderen gibt es den integrierten OP, in dem intraoperative Dokumentationen über zwei parallele Videoaufzeichnungen samt Archivierung möglich sind. In diesem OP gibt es weitere Modalitäten: Endoskope, Mikroskope etc. können hinzugezogen werden. „Alles, was ein Videosignal rausgibt, ist mit einem Universalstecker versehen und kann eingespielt werden“, so Höfner. „Man kann sagen, der OP-Saal kennt den Menschen und die Behandlung“. Das funktioniert durch ein Tool, welches das KIS (hier Orbis) mit dem PACS verknüpft und regelmäßig eine aktuelle Arbeitsliste erstellt: Anhand des OP-Plans wird geprüft, welche Patienten in welchem Saal liegen. So kann das OP-Team jederzeit alle Daten abrufen, die vorhanden sind. Zudem wurden Bildschirme an den Decken installiert, damit jeder aus dem Team die Informationen auch tatsächlich sieht. Von behandlungsrelevanten Ausschnitten in Mikroskopen oder Endoskopen können Screenshots angefertigt und direkt ins Sectra VNA eingebunden werden. Längere Videoaufzeichnungen können im Nachgang bearbeitet, geschnitten und hochgeladen werden. Auch die Planung neurochirurgischer Eingriffe wird durch die Verzahnung des Sectra VNA mit einer Spezialsoftware zur Navigationsplanung unterstützt.
„Das Clevere an der Planung ist: CTs und MRTs können mit Bildverarbeitungssystemen fusioniert und segmentiert werden. Anschließend werden sie, ebenso wie die für die exakte OP Durchführung notwendige Navigationsplanung ins Sectra VNA reimportiert. Diese Planungsdaten sind allerdings keine Bilddaten, sondern nur die Informationen darüber, welche Daten das überhaupt sind bzw. wie sie fusioniert sind. In dem Moment, wenn man die Planungsdaten aus dem PACS abruft, sammelt sich das System alle Bilddaten, die es braucht und stellt sie im Navigationsgerät zusammen. Diesen praktischen Anwendungsfall nutzen wir fast täglich, unter anderem für die Stereotaxieplanung für Parkinson-Patienten etc.“ erklärt Höfner.

Die treibenden Kräfte hinter der Enterprise-Imaging-Strategie in Trier: Christian Höfner und Clemens Schilz gestalten innovative OP- und IT-Workflows auf Basis des Sectra VNA.
Vorteile durch Neuerungen
Nach vielen erfolgreichen Jahren mit dem Sectra-PACS-Lizenzmodell hat Trier im Oktober 2024 auf das neue „Sectra-One-Modell“ umgestellt.
Das in Trier eingeführte Vertragsmodell stellt eine moderne, umfassende Software-Subscription dar, die den Anwendern Zugang zu fortschrittlichen diagnostischen und klinischen Werkzeugen bietet und gleichzeitig langfristigen Budgetschutz gewährleistet.
Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die zukunftsorientierte Plattform Sectra Amplifier Services, die den einfachen und schnellen Zugriff auf KI-Lösungen von Drittanbietern ermöglicht und so eine kontinuierliche Weiterentwicklung der klinischen Workflows unterstützt.
Zu den wesentlichen Vorteilen dieses Modells zählen:
- Direkter Zugriff auf moderne diagnostische Lösungen aus dem gesamten Sectra-Portfolio.
- Planungssicherheit durch verlässlichen Budgetschutz, der Kosten über die Laufzeit transparent und stabil hält.
- Direkter Zugang zu Innovationen, sodass neue Funktionen und Weiterentwicklungen zeitnah in den klinischen Alltag einfließen können.
Der im neuen Modell bereitgestellte Leistungsumfang eröffnet der IT-Abteilung in Trier völlig neue Handlungsspielräume: Lösungen innerhalb des Sectra VNA können flexibel getestet, bewertet und zu transparenten, kalkulierbaren Kosten in bestehende Abläufe integriert werden. Damit steht dem Haus ein deutlich erweitertes Portfolio an modernen Werkzeugen zur Verfügung – ideal, um klinische Fragestellungen schneller zu beantworten, Workflows gezielt zu optimieren und die diagnostische Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Zufriedenheit in der Geschäftsführung und IT
Der kaufmännische Direktor Thorsten Eich freut sich: „Positiv ist, dass ich wenig von der Sectra Plattform höre; demnach schließe ich, dass alles gut und stabil läuft. Mein Dank gilt den Kollegen aus der IT, die das System wunderbar betreuen. Und: Die erste Abrechnung nach dem Umstieg auf das neue Subscriptionmodell zeigt mir Verlässlichkeit und gute Planbarkeit. Die Vorbereitungen liefen hervorragend, die Kosten waren zu 100 Prozent richtig kalkuliert – das ist für unsere Prognosen wichtig und bringt Sicherheit. Zudem schätze ich die Möglichkeit, weitere Tools auszuprobieren, weil in Sectra One unzählige Funktionalitäten und Workflows enthalten sind. Fehlkäufe entfallen, im Gegenteil: Manchmal bringen Kollegen aus anderen Häusern Ideen mit, die wir übernehmen können. Spannend finde ich auch, dass wir neuartige KI-Tools in der Umgebung testen können“.
Schilz ergänzt: „Richtig, viele Anwendungen sind bereits inkludiert, zudem kann man sie leicht einbinden: etwa das Traumatool, das 3D-Tool, die 3D Prothesenplanung etc. Ferner ist es ein großer Vorteil, dass die verschiedenen Tools alle in der gleichen Arbeitsumgebung laufen, unter einem geprüften Standard. Das erleichtert die Arbeit bei der Integration. Ein weiterer Bonus: Die 20 Jahre Gebundenheit an Lizenzen sind Geschichte! Zudem ist die Verlässlichkeit und Partnerschaft seitens Sectra vorbildlich.“
Anwendungsbeispiele in Fachabteilungen
Das Sectra VNA verbindet vorhandene Informationssilos interdisziplinär über die medizinischen Bereiche hinweg. Die Folge sind verschlankte Prozesse und Arbeitsabläufe für alle Fachkräfte, die Bilder und Zugang zum KIS benötigen, um Entscheidungen zur Patientenversorgung zu treffen.
So plant Chefarzt Privat-Dozent Dr. Johannes Hopf, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie seine Operationen dreidimensional mit dem Ortho-Tool von Sectra. Er nutzt dabei die Apps „3D Trauma“ und „3D Joint“, ohne dass dafür spezielle Lizenzen nötig sind. „Gerne nutze ich diese Planungstools etwa für Tibiakopf und Becken, um zu prüfen, ob die von uns geplanten Schrauben richtig sitzen und die korrekte Größe haben.“ Derartige Planungen resultieren in einer hoher Patientensicherheit, mit schnellen Heilungsaussichten.

Sectra 3D Trauma
Der Radiologe Frank Faßbinder ist unter anderem Facharzt für Innere Medizin, Radiologie und Neuroradiologie und engagiert sich in der Lehre: „Ich bin sehr zufrieden mit der Sectra Plattform, der Zugriff auf alle vorhandenen Daten der Patienten ist jederzeit gegeben. Bei uns im Haus übermittelt auch die Gastro-Enterologie ihre Magen- und Darmspiegelungen ins System, es entsteht also ein umfassendes Bild zum Patienten. Für mich ist es ausschlaggebend, dass ich mittels der Lehrfallsammlungen auch normale Fälle zeigen kann, nicht nur die besonders auffälligen. Im Rahmen meiner Lehrtätigkeit lassen sich viele spannende Inhalte einbinden, ich kann über die Enterprise Imaging Plattform etwa Literaturstellen als PDF-Dokument hochladen und in einen passenden Fall integrieren. Das können die Studenten später nachlesen. Sectra bietet eine robuste und intuitive Arbeitsumgebung, auch das 3D Tool ist super. Wir schätzen die interdisziplinäre Sicht, besonders wichtig ist diese für onkologische Therapien.“ Der Radiologe Dr. Andreas Bohlscheid bestätigt: „Die Sectra-Plattform läuft seit Jahren stabil, andere Anwendungen in unserer Umgebung sind nicht so zuverlässig.“
In der Augenheilkunde sind der präklinische Empfang von Bildern und die Archivierung ins System bereits umgesetzt. Für die nahe Zukunft geplant ist die Einführung des Moduls „Upload and Store App“. Mithilfe dieser App können Anwender unter Verwendung eines mobilen Gerätes Fotos oder Videos erstellen und – unter Verwendung einer Dicom Modality Worklist – in das Sectra VNA importieren. Trier soll diese Möglichkeit als zweiter deutscher Kunde erhalten. Das Service Center Trier importiert jährlich 20.000 Fremduntersuchungen. Die Patienten bringen in der Regel CDs oder QR-Codes mit. Diese können von verschiedenen Stellen im Haus eingespielt werden. „Hierzu nutzen wir zur Qualitätssicherung eine selbstgeschriebene Lösung, die zunächst anhand eindeutiger Untersuchungs-IDs prüft, ob die Bilddaten nicht schon im PACS sind. Wenn nicht, werden sie unmittelbar mit einer Pseudo-Patienten-ID importiert und anschließend zentral vom Team des Servicecenters mit der echten Patienten-ID aus dem KIS verbunden. Das sichert die schnelle Verfügbarkeit der Bilddaten an jedem Ort und zu jeder Tageszeit sowie die saubere Zuordnung zu den Patientendaten“, beschreibt Clemens Schilz eine der vielen besonderen Lösungen.
Bewährtes und Künftiges
Seit 10 Jahren im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier etabliert ist ein Schulungsraum, in dem Tumorboards und (Re-)Zertifizierungen sowohl für Teilnehmende vor Ort als auch hybrid durchgeführt werden können. Der Raum ist mit drei Rechnern und einer Videokamera ausgestattet, die es zeitgleich ermöglichen, dass ein Radiologe die Befunde (über das Enterprise Imaging) vorführen, ein Mediziner Protokoll schreibt und ein weiterer das Klinik-KIS System demonstrieren kann. Der Raum bietet Platz für mehr als 30 Teilnehmer, die per Beamer den Darstellungen folgen können, teleradiologisch zuschalten dürfen sich weitere Mediziner aus anderen Häusern.
Für die Zukunft wünscht sich Clemens Schilz: „Die Zufriedenheit unseres medizinischen Personals liegt mir am Herzen. Deshalb möchte ich ihr Bedürfnis nach einer Möglichkeit ‚schnell, von unterwegs oder von zu Hause per Mobilgerät Einsicht ins Sectra VNA zu erhalten‘ in Kürze umsetzen. Eine Lösung liefert der Zero Footprint Viewer ‚UniView‘ der von außerhalb unseres Krankenhauses über eine sichere Zwei-Faktor-Identifizierung auf die Plattform zugreift. Dabei wird auf den externen Geräten nur eine Ansicht angezeigt und nichts gespeichert.“
Weiterführende Informationen zu Sectra VNA
Sectra VNA liefert für die Diagnostik sämtliche Werkzeuge, die Fachkräfte benötigen: erweiterte Visualisierungstools für Spezialisten, die Priorisierung von Arbeitslisten, die automatische Erkennung von Läsionen und CAD-Markierungen. Weitere Tools beschleunigen den Arbeitsablauf (Anatomical Linking, Läsionsverfolgung, Zellzählung und/oder Volumenmessungen). Instant Messaging und Chat sind wichtig bei der Vernetzung von Fachkräften und Betreuungspersonal – nicht zuletzt, um Zweitmeinungen von spezialisierten Kollegen an anderen Standorten einzuholen.
